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Keine Coronazulage für Tochtergesellschaften im EvB

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Stadtgeschehen

Erstellt: 09.06.2021 / 12:33 von Stadtpolitik

Durch eine Mitarbeiterinformation wurde heute veröffentlicht, dass alle Klinikumsbeschäftigten eine Corona-Sonderzahlung von 650 Euro erhalten. Teilzeitkräfte sollen die Zahlung anteilig erhalten. Allerdings, so kritisiert die Gewerkschaft ver.di, verweigern die Geschäftsführung und der Betriebsrat die Corona-Sonderzahlung den rund 600 Beschäftigten in den Tochtergesellschaften des Klinikums.

„Diese Unternehmenspolitik ist aus unserer Sicht vollkommen unverständlich. Selbstverständlich haben auch die Beschäftigten in den Tochtergesellschaften in der Pandemie ihren Beitrag geleistet, damit das Klinikum arbeiten konnte“, sagt Torsten Schulz, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.

Nach einer Gesetzesänderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes mit dem neuen Paragrafen 26d erhalten nun ca. 1.000 Krankenhäuser bundesweit und ca. 30 in Brandenburg eine weitere Leistung zur Ausschüttung an die Beschäftigten zur Abfederung der erschwerten Arbeitsbedingungen während der Corona-Pandemie. Grundvoraussetzung ist eine Regelung zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat, damit den Beschäftigten die Zahlung gewährt wird. „Dass von der Zahlung auch Kolleginnen und Kollegen in Tochtergesellschaften profitieren können, haben das Städtische Klinikum Eisenhüttenstadt und das Carl-Thiem-Krankenhaus in Cottbus bewiesen. In diesen beiden Häusern erhalten auch die Beschäftigten in den Tochtergesellschaften die Prämie“, so Torsten Schulz. Ver.di erwarte, so Gewerkschafter Torsten Schulz, dass auch am Potsdamer Klinikum die Prämie allen Beschäftigten gewährt wird. Dass sein nicht zuletzt eine Frage der Gerechtigkeit.

"So geht es nicht!", meint die Landesvorsitzende der LINKEN Brandenburg, Anja Mayer dazu, dass die Beschäftigten der Tochtergesellschaften leer ausgehen sollen: "Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass ein kommunales Krankenhaus in seiner Belegschaft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft praktiziert. In der Pandemie haben die Mitarbeiter*innen in allen Bereichen Übermenschliches leisten müssen, sind ihrer Arbeit unter zum Teil hohem persönlichem Risiko und großer persönlicher Belastung nachgegangen. Prämienzahlungen hier zu differenzieren halte ich für absolut inakzeptabel. Selbst wenn der Betriebsrat einer solchen Regelung zugestimmt hat: so kann man mit Mitarbeiter*innen nicht umgehen – schon gar nicht in einem kommunalen Krankenhaus!

Dem Vernehmen nach erhält das EvB aus den Bundesmitteln ca. 3 Mio Euro zur Ausschüttung an die Beschäftigten. Das Klinikum muss auch keine eigenen Mittel einsetzen – betriebswirtschaftliche Überlegungen können hier also keine Rolle spielen. Die angekündigte Zahlung von 650 Euro lediglich an die Beschäftigten im Stammhaus schöpft diesen Betrag nicht annähernd aus. Ich erwarte, dass der zur Verfügung stehende Betrag vollständig an alle Kolleg*innen ausgezahlt wird – und die Arbeitsleistung der Kolleg*innen in Service und Care ebenso gewürdigt wird wie die aller anderen Mitarbeitenden!“

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Kommentare (1)

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">Gewinnmaximierung schrieb um 13:05 Uhr am 09.06.2021:

>>Allerdings, so kritisiert ver.di, verweigern die Geschäftsführung und der Betriebsrat die Corona-Sonderzahlung den rund 600 Beschäftigten in den Tochtergesellschaften des Klinikums.<<

Das ist noch schlimmer:
Die "Sana Kliniken AG" betreibt bundesweit mehr als 50 Krankenhäuser und unterhält mehr als 20 Tochtergesellschaften.

Rund 1.000 Arbeitsplätze will die DGS Pro-Service GmbH, eine Tochtergesellschaft der Sana Kliniken abbauen.

Kritik kommt von der Gewerkschaft Verdi: "Beschäftigten im Gesundheitswesen zu kündigen, ist für sich genommen schon ein Unding. Das auch noch mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie zu tun, schlägt dem Fass den Boden aus".