Diese Website verwendet Cookies zur optimalen Darstellung der Inhalte. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren

Verstanden

WETTER

Stellenbörse

Schon in die Meetingpoint-Jobbörse geschaut? Regelmäßig laufen dort freie Stellen aus der Region ein, vom Ingenieur bis zum Lageristen: schnell bewerben und im neuen Job durchstarten! Zu finden ist die Stellenbörse oben im Menü! / Tipp: Sie suchen als Arbeitgeber qualifiziertes Personal? Dann inserieren Sie die Stelle doch einfach im Meetingpoint, so erreichen Sie günstig eine breite Leserschaft!

Kontakt: [info@meetingpoint-potsdam.de] oder 0176.346 14 200.

Werbung

Mach mit!

Greenpeace-Aktivisten verwandeln Lidl-Markt in Potsdam in einen konventionellen Schweinestall

Druckansicht

Politik

Erstellt: 18.01.2018 / 12:33 von Greenpeace Potsdam

Gegen die Bedingungen in der Tierhaltung für die Lidl-Billigfleischmarke „Landjunker“ protestieren Greenpeace-Aktivisten heute am Lidl-Markt im Horstweg 96 in Potsdam. Dazu verwandelten sie den Markt optisch in einen konventionellen Schweinestall. Großflächig auf die Fenster geklebte Fotos zeigen die Tiere in ihren viel zu engen Ställen, über Lautsprecher ist das aufgeregte Quieken vieler Schweine zu hören. Es klingt als würden ...

... die Kunden direkt in einem Mastbetrieb einkaufen gehen.
„Für Discounter-Billigfleisch leiden Tiere millionenfach in deutschen Ställen“, sagt Esther Hemmens von Greenpeace Potsdam. „Zu viel Gülle aus den Ställen verschmutzt unser Trinkwasser und der hohe Einsatz von Antibiotika sorgt für immer mehr multiresistente Keime in der Umwelt. Lidl muss umdenken und seinen Kunden Fleisch von Tieren aus besserer Haltung liefern.“

Konventionelle Haltung verstößt gegen das Tierschutzgesetz
Die Potsdamer verbrauchen statistisch gesehen 8700 Tonnen Schweinefleisch pro Jahr. Würden sie diesen Bedarf selbst decken wollen, müssten sie 29 durchschnittlich große Mastställe in der Stadt akzeptieren - mit allen drastischen Umweltfolgen und tierquälerischen Zuständen in der Mast. In einem Rechtsgutachten hat Greenpeace die Schweinehaltung in Deutschland genau beleuchtet und kommt zu dem Schluss, dass die gesetzlich zulässigen Standards gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Sie werden den Bedürfnissen der Schweine nicht gerecht: Statt acht Stunden Wühlen auf der Suche nach Pilzen, Wurzeln und Würmern beispielsweise bekommen die meisten Schweine zweimal täglich Futter vor die Nase gekippt – und vertilgen dieses in wenigen Minuten im Streit mit dicht stehenden Artgenossen. Daneben ist ihr kurzes Leben wenig artgerecht, viele Tiere erleiden Schmerzen oder werden krank (vollständiges Rechtsgutachten unter [Schweinemast]). Das Bundesland Berlin folgt der Greenpeace-Argumentation und will nun mit einer Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht bessere Haltungsbedingungen erstreiten.

Tierwohl-Siegel führt in die Irre
Verbesserte Haltungsbedingungen suggeriert auch das Siegel der „Initiative Tierwohl“, das Supermärkte wie Lidl und Aldi auf ihre Fleischverpackungen drucken. Doch die „Tierwohl“-Vorgaben genügen den Anforderungen des Tierschutzgesetzes ebenfalls nicht. Hinzu kommt: Obwohl nur ein Bruchteil des Lidl-Schweinefleisches wirklich aus „Tierwohl“-Haltung stammt, wird das Logo auf alle Produkte gedruckt. Das Bundeskartellamt fordert daher Nachbesserungen.

Mehr Transparenz bei Labeln und Siegel auf Fleisch schafft Greenpeace auch online im Facebook Messenger. Alle Infos dazu finden Sie unter [www.greenpeace.de/chativist].


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.


Dieser Artikel wurde bereits 468 mal aufgerufen.

Bilder


  • Foto Greenpeace Potsdam

  • Foto Greenpeace Potsdam


Kommentare (1)

Kommentar hinzufügen

Name und E-Mail eintragen:
Um einen Kommentar abzugeben, müssen die Felder Name, E-Mail und Kommentar ausgefüllt werden. Die eMail-Adresse muss gültig sein, an diese senden wir einen Freischaltungslink.

* Deine angegebene eMail-Adresse ist für jeden Leser sichtbar, wenn er später über dem veröffentlichten Kommentar mit der Maus über deinen Namen fährt. Hinweis: Soll der Kommentar später einmal entfernt werden, maile einfach kurz an [info@meetingpoint-potsdam.de]. Anderenfalls bleiben der Kommentar, der angegebene (Spitz)Name, die eMail-Adresse sowie der Zeitpunkt der Veröffentlichung solange auf unserem Server gespeichert, wie der Artikel online ist.


? schrieb um 17:59 Uhr am 18.01.2018:

Wenn die einen schwer arbeiten gehen, um den Lebensunterhalt für ihre Familie zu verdienen, machen andere ihre Spielchen, da sie ja offensichtlich von nicht sozial- und steuerpflichtigen Geld zu leben scheinen. Wo sind wir bloß hingekommen!