Startseite  /  Jobbörse  /  Artikel einsenden  /  Impressum

Logo

Geburtstagsfeier nach Naziparolen beendet

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.09.2021 / 17:39 Uhr von at
Am Samstagnachmittag wurde der Polizei ruhestörender Lärm in Michendorf gemeldet. Die Anrufer äußerten zudem den Verdacht, dass bei der Feier auch verbotene Musik mit verfassungsfeindlichem Inhalt abgespielt werden würde. Vor Ort konnten die Beamten den Verdacht zunächst nicht bestätigen. Gegen 23 Uhr wiederholte sich das Spiel. Dieses Mal war die Musik zu laut, Verfassungsfeindliches nahmen die Einsatzkräfte immer noch nicht war. Sie ermahnten die Veranstalter zu Ruhe und drohten weitere Maßnahmen an. Kaum waren die Beamten weg, klingelte es bei der Polizei schon wieder. Diesmal, so die Anrufer, sollen die Feiernden eindeutig Naziparolen gerufen haben. Jetzt war Schluss.

Die Polizei nahm daraufhin die Personalien von allen Teilnehmern auf, beendete die Feier und sprach Platzverweise aus.

"Der 19-jährige Veranstalter heizte daraufhin seine Gäste an, so dass sich die Situation hochschaukelte und ihm die Beamten ebenfalls einen Platzverweis erteilen mussten." berichtet Polizeisprecher Oliver Bergholz. "Als er diesem jedoch nicht nachkam, mussten ihn die Beamten durch wegdrücken versuchen durchzusetzen. Dabei schob der 19-Jährige mit seinem Körper gegen die Beamten und riss seine Arme los, wodurch er mit einfacher körperlicher Gewalt zu Boden gebracht werden musste. Er beruhigte sich dann aber zeitnah. Nach eindringlicher Belehrung befolgte der 19-Jährige dann den gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis. Weder er, noch die Beamten trugen dabei sichtbare Verletzungen davon."

Die Beamten stellten einen Laptop sicher, von der die offenbar verfassungswidrige Musik abgespielt worden sein soll und leiteten Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein. Außerdem wurde das Ordnungsamt, zum Zwecke eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens über die Ruhestörung in Kenntnis gesetzt.

Dieser Artikel wurde bereits 109 mal aufgerufen.

Werbung