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Demo: Ein Notgroschen für den VBB

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 14.09.2021 / 16:41 Uhr von eb
Die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg (IGSemTixBBB) ruft die rund 210.000 Studierenden der Hochschulen in Berlin und Brandenburg zu einer Demonstration am Donnerstag (16.09.) um 11 Uhr vor dem Hauptsitz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) auf.

"In der jetzigen Situation der Verhandlungen braucht es ein öffentlichkeitswirksames Zeichen, dass wir unser Semesterticket retten wollen. Dazu haben wir Forderungen aufgestellt, die von den Verkehrsressorts der beiden Länder Berlin und Brandenburg, dem VBB und den Verkehrsunternehmen umgesetzt werden müssen, damit wir die Weiterführung des Semestertickets sicherstellen können. Die aktuell geplanten Erhöhungen von bis zu 75 € pro Semester halten wir für unverschämt. Wir befürchten damit ein Ende des solidarisch finanzierten Semestertickets." so der Verhandlungsführer für Berlin, Matthias Weingärtner.

Zuletzt hatte der VBB einen Semesterticketpreis von 307,50 € ins Spiel gebracht, das entspräche einer Steigerung von über 200€/Jahr für jede*n einzelne*n Student*in. "Eine untragbare Ungerechtigkeit", so die Studierendenvertretung, die in ihrem Demoaufruf konkret fordert:

1. Die Rückkehr des VBB zu den Gesprächen am Runden Tisch. Nur im Austausch können Lösungen gefunden werden. Zuletzt war der VBB mehrfach nicht zu den gemeinsam vereinbarten Gesprächen erschienen.

2. Keine Erhöhung des Semesterticketpreises für mindestens ein weiteres Jahr in Berlin und Brandenburg. Dazu bedarf es eines Einlenkens des VBB und der Verkehrsunternehmen sowie der finanziellen Unterstützung durch Politik und Verwaltung in Berlin und Brandenburg.

3. Mittelfristig die Umsetzung eines einheitlichen Semestertickets in Berlin und Brandenburg für 365 € (analog zum Azubi-Ticket) im Jahr. Das Ticket hat das gesamte Verkehrsgebiet des VBB zu umfassen.

"In Berlin zeichnet sich eine kurzfristige Lösung ab, sofern das Abgeordnetenhaus den Antrag für ein Semesterticketpreis-Moratorium denn tatsächlich beschließt und der Senat eine umsetzbare Lösung nach der Wahl organisieren kann. In Brandenburg appellieren wir insbesondere an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) und die Abgeordneten des Landtages ebenfalls entsprechende Gelder bereitzustellen." so der Verhandlungsführer für Brandenburg, Tilman Kolbe.

Die Demonstration soll am 16.09. um 11 Uhr vor dem VBB-Hauptsitz (Stralauer Platz 29, 10243 Berlin) stattfinden. Geplant ist eine Aktion, bei der der VBB symbolisch den letzten Notgroschen der Studierenden vor die Tür gelegt bekommen soll.

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