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Wolfdebatte - Bund Brandenburg legt nach

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Stadtgeschehen

Erstellt: 09.03.2018 / 13:12 von at

Wenn es darum geht, Begründungen für den flächendeckenden Abschuss von Wölfen zu suchen, wird immer wieder Schweden als Vorbild genannt. Dabei, so Bund Brandenburg, handelt Schweden insbesondere mit den sogenannten Lizenzjagden rechtswidrig. Dies hat ...

... die EU-Kommission im Oktober 2017 noch einmal bestätigt.

„Natürlich ist es sinnvoll, das Wolfsmanagement in anderen Ländern anzuschauen, um von den dortigen Erfahrungen im Umgang mit dem Wolf zu lernen“, sagt Carsten Preuß, Landesvorsitzender des BUND Brandenburg. „Dabei einen Fokus auf ein Land zu legen, welches in einem Vertragsverletzungsverfahren mit der EU steckt, hilft uns bei unserem Management nicht weiter.

Wie Preuß weiter angibt, wird die Lizenzjagd in Schweden zur Regulation der Wolfsbestände eingesetzt. Die dabei getöteten Tiere müssen dabei keinen Schaden bei Nutztieren angerichtet oder eine Gefahr für den Menschen dargestellt haben, wie es das europäische Recht verlangt. Für diesen Fall werden in Schweden ebenfalls Schutzjagden durchgeführt. Analog zur brandenburgischen Wolfsverordnung müssen auch hier alle Alternativen ausgeschöpft worden sein, bis ein Tier im Rahmen der Schutzjagd geschossen werden darf.

„Mir ist unklar, warum nach dem Inkrafttreten der Wolfsverordnung immer noch Schutzjagden nach schwedischem Vorbild gefordert werden, obwohl die Wolfsverordnung ein sehr ähnliches Werkzeug ist. Ich habe hier vielmehr das Gefühl, dass unter dem Namen der Schutzjagd die rechtswidrige Lizenzjagd eingeführt werden soll.“

Hintergrund
Der Wolf ist nach europäischem und deutschem Recht streng geschützt und darf nur im Ausnahmefall geschossen werden, beispielsweise wenn Wölfe aggressiv reagieren oder wenn Weidetierhalter trotz aller zumutbaren Maßnahmen durch Wolfsangriffe geschädigt werden. Trotz dieser Limitierungen werden in Schweden seit 2010 darüber hinaus Wölfe bei sogenannten Lizenzjagden zur Bestandsregulierung geschossen. Dieses Vorgehen wird seit Jahren von der EU-Kommission kritisch beobachtet.

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