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Erstellt: 08.07.2018 / 14:06 von NABU

Vermehrt erreichen den NABU Brandenburg Nachfragen, wieso derzeit so wenig Stare zu sehen sind. Eine diesbezügliche Auswertung der Staren-Beobachtungen auf der online-Plattform des Dachverbandes Deutscher Ornithologen Ornitho.de ergab, dass die Gesamtzahl der in Deutschland gemeldeten Stare gegenüber dem Vorjahr ...

... nicht geringer ausfällt. Im Gegenteil: in diesem Jahr wurden im vergleichbaren Zeitraum sogar etwas mehr Stare gesichtet. Manuela Brecht, Naturschutzreferentin beim NABU Brandenburg verweist aber einschränkend darauf, dass dies kein Rückschluss auf die Bestände sein könne, denn durch die Vogel-des-Jahres-Aktion und den NABU-Aufruf zur Meldung der Stare, würden tatsächlich mehr Menschen Stare melden.

„Wenn man sich die Deutschlandkarte ansieht, gibt es über die gesamte Jahresphänologie keine auffälligen räumlichen Verschiebungen der Starenkonzentrationen - bei der Brutverbreitung im Frühjahr keine Unterschiede, im Spätfrühjahr bis heute allerdings weniger Meldungen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Teilen von Brandenburg. Also im Norden wurden zum Schluss weniger Stare beobachtet“, so Brecht.

„Eine Theorie dazu ist, dass die diesjährige Frühjahrsdürre, die im Nordosten besonders andauernd war, dazu geführt hat, dass die Stare keine Zweitbrut begonnen haben bzw. diese aufgegeben haben. Dies ist naheliegend, denn zur Aufzucht der Jungen benötigen Stare Bodeninsekten und Würmer, an die sie aber nur bei ausreichender Bodenfeuchte gelangen. So weichen beispielsweise Regenwürmer in tieferen Bodenschichte aus, und sind für die Vögel nicht mehr erreichbar,“ erläutert die NABU-Mitarbeiterin.

Besonders die Obstbauern in Nordostbrandenburg profitieren von der Trockenheitsflucht der Stare. Fiel die Kirschernte im letzten Jahr durch Spätfröste, welche großräumig und mancherorts fast vollständig die Blüten zerstört hatten, nahezu aus, ist Patrik Ruffert, Geschäftsführer der Märkischen Erzeuger- und Vermarktungsorganisation GmbH in Wesendahl, in diesem Jahr mit der sehr guten Kirschernte äußerst zufrieden. Voraussetzung ist bei diesem Wetter natürlich eine Bewässerung der Plantagen. Mit den vielen Kirschen haben die verbliebenen Stare auch eine Futteralternative.

Hintergrund
2018 wurden im Zeitraum 15. Mai (Ausflugbeginn der Erstbrut) bis jetzt (27. Juni) 541.359 Stare in 11.576 Meldungen beobachtet. Das sind durchschnittlich 46,8 Stare pro Meldung. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 456.296 Vögel in 12.470 Meldungen. Das sind durchschnittlich 36,6 Stare pro Meldung. Demnach wurden 2018 sogar 22 Prozent mehr Stare gemeldet als im Vorjahr.

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