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Erinnerungen an das Leben im Holländierviertel der 70er-Jahre

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 23.11.2021 / 11:26 Uhr von at/pm
Dank einer Spende der Fielmann-Stiftung konnte das Potsdam Museum jetzt seine Fotografische Sammlung erweitern und 255 Aufnahmen des Holländischen Viertels aus den 1970er Jahren vom Potsdamer Fotografen Eberhard Thonfeld ankaufen.

Thonfeld nahm das Holländische Viertel in den Jahren 1977/1978 für seine Abschlussarbeit des Fotografie-Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in den Fokus. Er dokumentierte damals nicht nur die zunehmend verfallende bauliche Substanz dieses Viertels, sondern vor allem auch seine Bewohnerinnen und Bewohner in den späten 1970er-Jahren und ihren Alltag. Im Rahmen des „sozialistischen Wohnungsbauprogramms“ hatte es bereits einen Großteil der Potsdamer Bevölkerung aus der historischen Altstadt in die Neubaugebiete in den Vorstädten gezogen. Diejenigen, die geblieben waren, und die Thonfeld porträtierte, waren ansässige Ladenbesitzer und Handwerker mit ihren Familien - vor allem ältere Menschen. „Es waren Menschen, die nicht darauf versessen waren, in Aufnahmen für die Nachwelt festgehalten zu werden, sich eher scheu in ihren Lebensraum zurückzogen, die aber eben darum ihren ganzen und ganz persönlichen Lebensraum mit preisgaben“, so Thonfeld.

Die Dokumentation von Eberhard Thonfeld aus den 1970er-Jahren ist inzwischen ein eindrückliches fotografisches Zeugnis vergangener Zeiten geworden. Einzelne Arbeiten aus der Serie, insbesondere zu den ehemaligen Werkstätten der Orgelbau-Firma Schuke, sind noch bis zum 24. November im Jan Bouman Haus in der Sonderausstellung „Vom Hinterhaus in die Welt. Orgelbau im Holländischen Viertel“ zu sehen.

Bilder

Kindergarten in der Benkertstraße 23. Foto: Eberhard Thonfeld
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