Startseite  /  Jobbörse  /  Artikel einsenden  /  Impressum

Logo

Brandenburg verschärft Corona-Maßnahmen

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 23.11.2021 / 16:38 Uhr von eb
Brandenburg verschärft die Corona-Maßnahmen nochmal deutlich. Das Kabinett hat dazu heute die Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen. Sie tritt bereits am morgigen Mittwoch (24. November 2021) – gleichzeitig mit dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes – in Kraft und gilt zunächst bis zum Ablauf des 15. Dezember 2021. Die Kernpunkte der neuen Corona-Verordnung sind: · 2G-Regel wird landesweit deutlich ausgeweitet · Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte werden verschärft · In Hotspot-Regionen gilt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte · Weihnachtsferien beginnen drei Tage früher · Bildungsministerium kann Präsenzpflicht aufheben · Weihnachtsmärkte müssen landesweit abgesagt werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Die Lage verschärft sich deutlich. Krankenhäuser, Arztpraxen und Gesundheitsämter kommen an ihre Belastungsgrenzen. Deshalb musste das Kabinett heute die Eindämmungsverordnung nochmals deutlich nachschärfen. Bereits gestern haben wir über einige Punkte vorab informiert, um Betroffenen zumindest eine gewisse Vorlaufzeit zu geben. Es geht jetzt darum, Kontakte deutlich zu reduzieren. Kernpunkt der neuen Verordnung ist deshalb, dass die 2G-Regel deutlich ausgeweitet ist. Für Ungeimpfte bedeutet das empfindliche Einschränkungen. Zugleich bleibt unser Ziel, die Schulen und Kitas offen zu halten. Wir wollen das Recht auf Bildung für unsere Kinder und Jugendlichen gewährleisten.

Es ist gut, dass sich immer mehr entscheiden, sich doch impfen zu lassen. Es ist gut, dass sich jetzt viele eine Booster-Impfung holen. Und mir ist bewusst, dass es dabei Engpässe gibt. Auf dem Impfgipfel am Freitag mit allen Beteiligten wurde deshalb vereinbart, die Impflogistik deutlich hochzufahren. Wir wollen wöchentlich bis zu 160.000 Impfungen erreichen. Das zu schaffen, ist jetzt wichtiger als kräfteraubend über eine Impfpflicht zu streiten.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Die extrem hohe Infektionsdynamik führt auch in Brandenburg zu einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens. Die Lage ist wirklich ernst. Diese Situation lässt uns leider keine andere Wahl, als die Kontakte für Ungeimpfte jetzt deutlich einzuschränken. Wir müssen die Ausbreitung des Coronavirus unbedingt bremsen, sonst können wir schon bald die Versorgung von Patientinnen und Patienten nicht mehr in allen Bereichen gewährleisten. Alle Bürgerinnen und Bürger müssen jetzt Verantwortung übernehmen.“

Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick im Anhang.

Dokumente


Dieser Artikel wurde bereits 254 mal aufgerufen.

Werbung

Kommentare

  •  
    Unglaubwürdig schrieb um 11:30 Uhr am 24.11.2021:
    >>Weihnachtsmärkte müssen landesweit abgesagt werden.<<

    Der Städte- und Gemeindebund setzt sich für die 2G-Regel bei Weihnachtsmärkten und Karnevalsveranstaltungen ein:

    „Es ist nicht verhältnismäßig, als Reaktion auf die dramatische Situation Freiluftveranstaltungen für Geimpfte und Genesene zu verbieten, während Ungeimpfte in ihren Partykellern unkontrolliert feiern“, sagt Katja Wolf, Oberbürgermeisterin in Eisenach.

    „Weshalb der Freistaat Sachsen mit einem Verbot von Weihnachtsmärkten erst dann um die Ecke kommt, wenn sie fertig aufgebaut sind, ist nicht vermittelbar. Wenn sie jetzt wieder einpacken müssen, untergräbt das weiter die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz in der Pandemiebekämpfung. Auch wieso ein 2G-Angebot im Außenbereich ein untragbares Risiko darstellen soll, ist für mich auch aus Infektionsschutzsicht nicht nachvollziehbar.“ Peter Kleine, Oberbürgermeister der Stadt Weimar.

    In Berlin können Weihnachtsmärkte weiterhin unter 2G-Bedingungen stattfinden.
    •  
      Leidtragender schrieb um 19:20 Uhr am 23.11.2021:
      >>Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Die Lage verschärft sich deutlich. Krankenhäuser, Arztpraxen und Gesundheitsämter kommen an ihre Belastungsgrenzen.<<

      Es kommen die durch schwere politische Fehlentscheidungen entstandenen unverständlichen Krankenhausschließungen mit der dadurch entstehenden künstlichen Verknappung von Intensivbetten (die zum großen Teil von den Gesetzlich- Versicherten 2020 finanziert werden mussten) zum Tragen.

      Die bisherige Bundesregierung hatte zwar beschworen, eine Überlastung der Krankenhäuser mit allen Mitteln zu vermeiden. Jedes Klinikbett zähle. Trotzdem wurden 2020 in Deutschland genau 20 Kliniken dichtgemacht – trotz Corona! Darunter war auch das Krankenhaus in Havelberg und in Lehnin im Dezember 2020.
      Und 2021 wurden ebensoviele in Deutschland geschlossen.
      Manche munkeln, dass durch die Schließungen die attraktive Profitabilität der für die Konzerne privatisierten Krankenhäuser verbessert werden könnte.

      Wir Bürger sind die Leidtragenden!