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Explodierende Energiepreise: Verbraucherzentrale fordert 500-Euro-Heizkostenzuschuss pro Haushalt

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 14.01.2022 / 16:18 Uhr von vzb
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt den von der Bundesregierung geplanten Heizkostenzuschlag für Wohngeldempfänger, kritisiert ihn aber als zu niedrig. Laut Entwurf des Bundesbauministeriums soll der Zuschuss für eine Person 135 Euro, für zwei Personen 175 Euro und für jede weitere Person zusätzlich 35 Euro betragen und im Sommer an Wohngeldempfänger ausgezahlt werden. Der vzbv fordert eine Hilfe von durchschnittlich mindestens 500 Euro pro Haushalt.

„Verbraucher:innen mit geringem Einkommen trifft der aktuelle Preisschock am Energiemarkt hart. Es ist gut, dass die Bundesregierung diese Haushalte unterstützen will. Allerdings plant die Ampel-Koalition die Hilfe zu niedrig. Angesichts explodierender Rechnungen wäre eine Unterstützung von durchschnittlich mindestens 500 Euro pro Haushalt angemessen“, sagt vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Heizkostenzuschlag erhöhen und Energiesperren aussetzen
Das Bauministerium hat am 10. Januar eine Formulierungshilfe für den Gesetzentwurf veröffentlicht, darin aber keine eigenen Zahlen für die Berechnung des Zuschlags vorgelegt. Laut dem Energiepreisvergleichsportal Check24 haben inzwischen mehr als 1.000 Gasgrundversorger ihre Preise im Schnitt um 71,2 Prozent erhöht. Die Preiserhöhungen betreffen rund 3,6 Millionen Haushalte. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr wurden von dem Portal zusätzliche Kosten von durchschnittlich 1.078 Euro pro Jahr errechnet. Selbst bei einem konservativen Ansatz würden die Zusatzkosten demnach über 500 Euro pro Haushalt und Jahr liegen.

Der vzbv fordert die Bundesregierung deshalb auf, den Heizkostenzuschlag anzuheben, auf durchschnittlich mindestens 500 Euro pro Haushalt. 

Laut Plänen des Bauministeriums soll der Heizkostenzuschuss erst nach der Heizperiode ausgezahlt werden. Allerdings wird ein Teil der berechtigten 710.000 Haushalte schon während der Heizperiode mit stark gestiegenen Heizkostenrechnungen konfrontiert sein.

Damit Verbraucher:innen aufgrund der explodierenden Preise diesen Winter nicht frieren müssen, fordert der vzbv die Politik zudem auf, Strom- und Gassperren für zahlungsunfähige Haushalte bis zum 30.04.2022 auszusetzen.

 

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Kommentare

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    Kostenträger schrieb um 20:52 Uhr am 14.01.2022:
    Die "CO2- Abgabe auf heiße Luft", im Klimaschutzgesetz von 2019 von der ehemaligen GroKo mit CDU/CSU/SPD und den Grünen verwirklicht, ist seit dem 1.1.2021 in Kraft, ohne einen Mehrwert, aber als starke „Sinnlos- Belastung“ für den Bürger und das merken die täglichen Berufspendler am meisten!

    Und seit dem 1.1.2022 kommt der nächste große Geld- Schock, wenn viele Mieter ihre Betriebskostenabrechnungen für das Jahr 2021 mit der Einberechnung der "CO2- Abgabe auf heiße Luft" erhalten, die manchen in die Armut drängen werden.

    Die Industrie verlässt den Standort Deutschland, ohne Rückkehr.
    VESTAS verlässt Lauchhammer, Continental macht sein neues Reifenwerk bei Aachen dicht und geht nach Ungarn, die VW- Transporter- Produktion aus Ludwigsfelde hat man nach Poznan in Polen für immer ins Ausland verlagert und OPEL will seine Entwicklungsabteilung nach Marokko verlegen.
    So fährt man die deutsche Wirtschaft gegen die Wand!

    Mit dieser „Abzocker- Bundesregierung“ (die teilweise bereits in der GroKo war) wird der Lebensstandard der hiesigen Bewohner sehr stark absinken.
    Strom und Gas vervielfacht sich im Preis auf unnötige Weise, da sich Teile der Bundesregierung weigern, die kurzfristige Inbetriebnahme der Erdgasleitung „Nordstream II“ durchzusetzen und damit den Bürgern die finanzielle Luft gerade für Mindestlohnempfänger zu schaffen.

    Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg hatte bereits am 13.12.2021 beim Rat der europäischen Außenminister eine schnelle Inbetriebnahme der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gefordert. Das Projekt sei „fertig gestellt, jetzt sollten wir es auch verwenden“, sagte Schallenberg in Brüssel.
    Er widersprach damit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die erstmals an den Brüsseler Beratungen teilnahm.