Startseite  /  Jobbörse  /  Artikel einsenden  /  Impressum

Logo

Pläne für preiswerten Wohnraum in Krampnitz vorgestellt

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.01.2022 / 16:49 Uhr von at/pm
Heute vorgestellte Pläne sehen vor, dass die Deutsche Wohnen in Krampnitz rund 200 mietpreisgedämpfte Wohnungen errichtet. Die Neubauten sollen in den Höfen der Bestandsgebäude an der zukünftigen Tramtrasse entstehen. Die konkreten Konditionen werden in einem städtebaulichen Vertrag verhandelt. Die Vorschläge sollen in die kommende Stadtverordnetenversammlung am 26.1. eingebracht werden.

„Der vorliegende Entwurf zeigt nun auf, wie die Deutsche Wohnen auf ihren Grundstücken durch eine behutsame Verdichtung mit Neubauten und unter Berücksichtigung städtebaulicher, denkmalpflegerischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte frühzeitig preiswerte Wohnungen bauen könnte“, so Oberbürgermeister Mike Schubert, der von der Stadtverordnetenversammlung im September 2020 beauftragt wurde, Gespräche mit der Deutsche Wohnen zu führen und zu prüfen, wie das Unternehmen bereits in der ersten Entwicklungsstufe deutlichen Beitrag zur Bereitstellung preiswerten Wohnraums leisten könne. 

Nach Aufnahme der Gespräche zwischen Stadtverwaltung, Entwicklungsträger und Deutsche Wohnen waren im Austausch mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege zunächst die Rahmenbedingungen für die Sanierung der Bestandsgebäude geprüft worden. Dabei bestätigte sich unter Berücksichtigung der hohen denkmalpflegerischen Anforderungen an die Wiedernutzbarmachung der Gebäude sowie erster Erkenntnisse aus den laufenden Sanierungsmaßnahmen der hohe Investitionsaufwand im Bestand, der wiederum zu hohen Kostenmieten führt. In Verbindung mit der Grundstruktur der Kasernenbauten, die mit ihrer Mittelgangerschließung und den großen Schlafsälen keine flächenoptimierten Grundrisse sondern nur verhältnismäßig großzügige Wohneinheiten zulassen, sind die Bestandsgebäude der Klinkerhöfe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten daher für die Schaffung von preiswertem Wohnraum ungeeignet.

Unter Maßgabe der beschlossenen stufenweisen Entwicklung des ehemaligen Kasernenareals vom Krampnitzer Südosten aus, wurden die im Eigentum der Deutsche Wohnen befindlichen Flächen zwischen den Bestandsgebäuden der Klinkerhöfe als Potenzialflächen für die Schaffung von preiswertem Wohnraum identifiziert. Die Deutsche Wohnen führte daher eine städtebauliche, denkmalpflegerische und architektonische Untersuchung in Form eines Fachdiskurses durch, um mit mehreren Architekturbüros Ideen für eine denkmalverträgliche Ergänzungsbebauung in den Klinkerhöfen zu entwickeln.

„Der im Zuge des Fachdiskurses erarbeitete Entwurf der Büros Bollinger + Fehlig Architekten und Nolte + Gehrke Partnerschaft Landschaftsarchitekten entwickelt den Städtebau im Bereich des südlichen Alleenrings mit hoher Qualität weiter. Die ergänzende Bebauung respektiert die denkmalpflegerischen Belange, schafft in diesem Bereich Urbanität und strukturiert die bestehenden Innenhöfe in gut dimensionierte öffentliche Räume für Erholung sowie Spielflächen“, beschreibt der Baubeigeordnete Bernd Rubelt den Entwurf.

Konstantina Kanellopoulos, CEO der Deutsche Wohnen: „Gemeinsam mit der Stadt Potsdam verfolgen wir das Ziel, Krampnitz zu einem urbanen, modernen und innovativen Quartier zu entwickeln. Mit mehr preisgedämpftem Wohnraum wird der neue Stadtteil für viele Menschen noch attraktiver. Zugleich freuen wir uns über den konstruktiven Prozess, der diesem Ergebnis vorausging und den Willen aller Beteiligten unterstreicht, verschiedene Ansprüche an die Entwicklung des Quartiers zu berücksichtigen.“

Die Umsetzung der Pläne soll vorbehaltlich einer entsprechenden Beschlusslage durch die QUARTERBACK Immobilien AG erfolgen, die als enger Partner im Neubausegment alle Baumaßnahmen für die Deutsche Wohnen in Krampnitz realisiert.

Mit den rund 200 Wohnungen, die dem vorgestellten Entwurf zufolge in den zusätzlichen Neubauten entstehen könnten, würde die Deutsche Wohnen in Krampnitz rund 22.500 Quadratmeter mehr Bruttogeschossfläche als bislang geplant realisieren. Die vorgesehene Anzahl von 5.000 Bewohnern in der ersten Entwicklungsstufe sowie 10.000 Bewohnern in der zweiten Entwicklungsstufe bleibt indes gleich, da die Deutsche Wohnen andere bisher für Wohnnutzungen vorgesehene Flächen umwidmen und für gewerbliche sowie soziale Nutzungen vorsehen wird.

Im nächsten Schritt soll das Ergebnis des Fachdiskurses im politischen Raum diskutiert und durch die Stadtverordnetenversammlung als Grundlage für eine Anpassung der Masterplanung beschlossen werden. Die Ziele zur Schaffung von preiswertem Wohnraum sollen in einem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor fixiert werden. Aus der Weiterentwicklung des Masterplans ergeben sich zwingend Anpassungen für die Bebauungspläne Nr. 141-1 und 141-4, die zur Umsetzung der Vorschläge in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden, darunter auch der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg, überarbeitet werden müssen.

Dieser Artikel wurde bereits 62 mal aufgerufen.

Werbung