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Kulturkorrespondenz zur Ukraine erschienen

Sonstiges
  • Erstellt: 13.05.2022 / 11:25 Uhr von eb
Nebel liegt über dem Dnepr/Dnipro in Kiew/Kyjiw. Nur einige Hochhäuser und die Mutter-Heimat-Statue überragen die Nebelschwaden. Die Figur wurde vor über vierzig Jahren erbaut und soll an den sowjetischen Sieg im »Großen Vaterländischen Krieg« erinnern. Nun herrscht wieder Krieg in der Ukraine und für die Redaktion der Potsdamer Kulturkorrespondenz steht das Titelbild dafür, was seit dem 24. Februar passiert: Seit dem Angriff Russlands ballen sich schwere Wolken über der Ukraine.

Als sich die Redaktion Ende Februar im Team des Kulturforums entschieden hat, spontan eine Sonderausgabe zur Ukraine zu machen, war es nicht abzusehen, wie sich der Krieg entwickeln würde. Die neue KK-Ausgabe musste schnell entstehen und ist dennoch im Umfang gewachsen. Den Beginn macht ein Aufsatz von Prof. Dr. Katrin Boeckh, Mitglied im Vorstand des Kulturforums und Autorin einer Reihe von Veröffentlichungen über die Ukraine. Der Journalist Jan Opielka beschreibt in seinem Beitrag, wie sich Teile des Kulturbetriebs in Deutschland, Polen und der Ukraine auf die Flüchtlingssituation eingelassen haben. Interviews halten zwei ukrainische Stimmen fest, die von Andrii Portnov, Professor für Entangled History of Ukraine in Frankfurt/Oder, und Oxana Matiychuk, Dozentin an der Universität Czernowitz/Tscherniwzi.

Das Kulturforum vergibt jährlich ein Stadtschreiber-Stipendium im östlichen Europa, zwei Mal bereits in der Ukraine: 2018 in Lemberg/Lwiw und 2021 in Odessa/Odesa. Beide Stipendiatinnen, Barbara Thériault und Ira Peter, haben Artikel verfasst, in denen sie ihre Angst vor der Zerstörung zur Sprache bringen. Die Regionen Bessarabien und Ostgalizien behandeln die Beiträge von Larissa Mass und Marcin Wiatr. Und der in Pittsburgh lehrende Historiker Jan Musekamp führt in seinem Text die These aus, dass auch Deutschland Verantwortung für die Zukunft der Ukraine habe. Rezensionen zu Filmen und Büchern über die ukrainische Geschichte runden die Mai/Juni-Ausgabe ab.

Die Kulturkorrespondenz östliches Europa blickt auf eine mehr als 50-jährige Tradition zurück und wird seit 2019 vom Deutschen Kulturforum östliches Europa e.V. in Potsdam herausgegeben. Die Redaktion blickt auf verschiedene Facetten der deutschen Geschichte und des Kulturerbes im östlichen Europa. Neben dem zweimonatlichen Printmagazin gibt es auch ein E-Paper-Abo, sowie einen kostenlosen monatlichen Newsletter.

Weitere Informationen auch zum Abo: [www.kulturkorrespondenz.de]

Bilder

Kulturkorrespondenz zur »Ukraine« _Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V.
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