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Vize-Gesundheitsministerin der Ukraine dankt Bergmann-Klinikum

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 13.05.2022 / 17:56 Uhr von eb/at
Die Ernst von Bergmann Gruppe organisierte mit Hilfe von Spenden insgesamt vier humanitäre Hilfslieferungen in die Ukraine. Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in Luzk, Nikolajev, Charkiv, Kolomyja, Lviv und Kiew konnten so mit ca. 70 Tonnen an Medikamenten, medizinischen Materialien und Medizintechnik im Wert von ca. 500.000 Euro unterstützt werden. Die Vize-Gesundheitsministerin der Ukraine, Frau Irina Mykychak, hat heute den Dank der Ukraine an das Land Brandenburg und das Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam für die Unterstützung in Kriegszeiten überbracht. 

Nach einem Empfang durch Ministerpräsident Dietmar Woidke in der Staatskanzlei ging es für die Delegation weiter in die Villa Bergmann. Zur ukrainischen Delegation gehörten Irina Mykychak, die Vize-Gesundheitsministerin der Ukraine, Frau Leslia Vovk, Direktorin des Lviver Pflegecollege sowie Sergeij Gichka, Chef-Pathologe der Universität Kiew. Empfangen wurden sie dort von Mike Schubert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam und Gesellschafter des KEvB und Hans-Ulrich Schmidt, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum EvB sowie Prof. Dr. med. Thomas Erler, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Westbrandenburg und Prof. Dr. med. Markus Jungehülsing, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises Klinikum Ernst von Bergmann e.V. und Chefarzt der Klinik für HNO am KEvB. 
Gemeinsam vor Ort waren vor allem viele Mitarbeitende aus allen Bereichen der Ernst von Bergmann Gruppe, die sich seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine unkompliziert, schnell und oft noch neben der eigentlichen Arbeitszeit für die Belange der Geflüchteten und unserer ukrainischen Mitarbeitenden eingesetzt haben. Auch und vor allem ihnen galt der Dank der Delegation. 

„Ich bin dankbar für die lange Zusammenarbeit und die engen Verbindungen zwischen dem Klinikum Ernst von Bergmann und dem Lviver Pflege-Kollege, der Staatlichen Medizinischen Universität Kiew sowie dem Staatlichen Landeskrankenhaus für Kinder- und Jugendliche „Ochmadit“ in Kiew. Denn dies war der Grundstein für die schnelle und zielgerichtete medizinische Hilfe.“, so Irina Mykychak. „Wir sind unendlich dankbar für Ihre Unterstützung hier aus Potsdam und aus dem EvB. Mein Dank geht an alle Helfenden, die sich auf ganz unterschiedliche Weise für die Kliniken in der Ukraine und für die geflüchteten Bürgerinnen und Bürger einsetzen.“ 

„Das bis heute unfassbare Ereignis - ein Krieg in Europa - erschütterte Ende Februar nicht nur mich persönlich zutiefst, sondern auch alle Kolleginnen und Kollegen im Klinikum. Die engen und persönlichen Verbindungen, die unser Klinikum seit 2015 in die Ukraine hat, haben uns das dramatische Ausmaß dieses unnötigen Krieges von Beginn an sehr real miterleben lassen.“, schildert Hans-Ulrich Schmidt. „Ich glaube, wir alle haben gehofft, dass der Angriffskrieg gegen die Ukraine nach einigen Wochen vorbei ist. Doch wir haben nun Mitte Mai und Frieden ist nicht in greifbarer Nähe. Wir werden auch weiterhin als EvB Gruppe medizinische und humanitäre Hilfe leisten – für Kinder und Familien, die geflüchtet sind, aber auch für notleidende Menschen vor Ort in der Ukraine. Die Menschen aus der Ukraine können auf unsere langfristige Unterstützung setzen.“ 

„Wir in Potsdam stehen geschlossen hinter den Menschen in der Ukraine und werden weiterhin alles tun, um sie zu unterstützen.“, so Mike Schubert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam. „Mein Dank gilt daher allen, die hier in Potsdam von Beginn an und bis heute ein gemeinsames Zeichen der Solidarität gesetzt und ohne zu zögern die Menschen aus der Ukraine unterstützt haben. Jenen, die ihr Herz und ihre Arme geöffnet haben für Geflüchtete und jenen, die die Hilfstransporte in die Ukraine organisiert, unterstützt und durchgeführt haben. Danke.“ 

„Ich habe eine sehr enge Beziehung zur Ukraine, weil ich sechs Jahre in Lviv Medizin studieren durfte. Dort wurde mein Sohn geboren – auch deshalb empfinde ich die Ukraine wie meine zweite Heimat. Es ist mir ein besonderes Bedürfnis zu helfen und einen Beitrag zu leisten, dass dieser fürchterliche Krieg so schnell wie möglich beendet wird!“, fasst Prof. Dr. med. Thomas Erler seine Beweggründe zusammen. 

Hintergrund 
Ermöglicht wurden die Hilfslieferungen durch Spenden, u.a. von Hasso Plattner Foundation, Havelland Kliniken Rathenow und Nauen, Recura Kliniken Beelitz, ev. KH Ludwigsfelde, Landeshauptstadt Potsdam, Hilfsorganisation Hannover, AWO Landesverband Brandenburg e.V., Hilfsorganisation Bonn, Deutsche Stiftung kranke Neugeborene (DSKN), Mitglieder der Roten Nasen, ProPotsdam, World of Pizza, Potsdam Orcas, 1. VfL Potsdam, SV Babelsberg 03, Nikolaisaal, Rotary Potsdam, Filmbüro Potsdam, Fuhrunternehmen Werder Frucht, McDonalds Kinderhilfe Stiftung, sowie einer Vielzahl an Einzelspenden.

Bilder

Markus Jungehülsing, Prof. Dr. med. Thomas Erler, Hans-Ulrich Schmidt, Irina Mykychak, Elina Larina, Leslia Vovk, Mike Schuber, Volodimir Vovk, Sergeij Gichka_Foto KEvB
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Kommentare

  •  
    Gerd schrieb um 10:27 Uhr am 15.05.2022:
    der deutsche Steuerzahler wird das mit höheren Krankenkassenbeiträge ab 2023 zu spüren bekommen ..., aber die Mehrheit d er Bevölkerung will das ja so
    •  
      Abgabenerhöhung schrieb um 19:22 Uhr am 13.05.2022:
      Es ist schon perfide, dass die Gesetzlich- Versicherten, zu denen die Arbeitnehmer zum größten Teil zählen, mit ihren Krankenkassen- Beiträgen die laufenden Betriebskosten der Krankenhäuser in Deutschland finanzieren müssen.
      Die privaten Krankenversicherungen werden nicht mit einbezogen!

      Und SPD- Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat jetzt verlautbart, dass die Krankenkassenbeiträge nächstes Jahr steigen werden.

      Aber wenn immer mehr Gesundheitsleistungen für nichtdeutsche Patienten erbracht werden, brauchen sich die hiesigen Abgabenleister (die so schon vom Staat geschröpft werden) über steigende Kosten nicht zu wundern.