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Tempo 30-Zonen in Potsdam sollen ausgebaut werden

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 23.05.2022 / 13:08 Uhr von at
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen möchten das Potsdam der Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten – eine neue kommunale Initiative für stadtverträglicheren Verkehr“ des Deutschen Städtetages beitritt. Im Rahmen eines Modellversuchs soll Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts in einem abgegrenzten Stadtgebiet untersucht und anschließend getestet werden. Ein entsprechender Antrag soll in die nächste Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden.

Die Begründung der Fraktion
Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto – in einer lebendigen Stadt ist man immer unterwegs. An manchen Orten ist es aber zu laut, zu hektisch und insbesondere auch sehr gefährlich. Tempo 30 hilft, die Situation für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu verbessern. Im Rahmen der Initiative „Lebenswerte Stadt durch angemessene Geschwindigkeiten“ führt Burkhard Jung (SPD), Präsident des Deutschen Städtetages aus: „Wir wollen den Verkehr in den Städten effizienter, klimaschonender und sicherer machen. Dafür brauchen wir aber vor Ort mehr Entscheidungsspielräume. Die Kommunen können am besten entscheiden, welche Geschwindigkeiten in welchen Straßen angemessen sind. Einige Städte wollen Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit ausprobieren, außerhalb der Hauptstraßen. Auf Einfallstraßen und Verkehrsadern bleibt es also bei Tempo 50. Solche Versuche unterstützt der Deutsche Städtetag.“ Während die Einführung von Tempo 30 als innerstädtische Regelgeschwindigkeit eine Änderung der Straßenverkehrsordnung erfordert, kann ein räumlich begrenzter Modellversuch bereits jetzt erfolgen.

Tempo 30 in unserer Stadt ist aus folgenden Gründen sinnvoll
Es gibt kürzere Anhaltewege, ein breiteres Sichtfeld und geringere Aufprallenergie, so dass die Straßen wesentlich sicherer werden, gerade für die besonders Gefährdeten, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs bzw. mobilitätseingeschränkt sind. Dies wird durch Erfahrungen aus anderen europäischen Städten, z.B. Brüssel, belegt: Die Zahl der Unfälle ist nach Einführung von Tempo 30 signifikant gesunken. Gleichzeitig haben sich die mittleren Fahrtzeiten trotz gesunkener Regelgeschwindigkeit nicht erhöht.
Die Straßen werden wieder lesbarer, Regeln einfacher und nachvollziehbarer. Der Flickenteppich aus unterschiedlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen verschwindet und der Schilderwald wird gelichtet.
Die Straßen werden leiser – und das Leben für die Menschen, die an diesen Straßen wohnen, deutlich angenehmer und gesünder. Weniger Lärm und bessere Luft erhöhen die Lebensqualität insgesamt und auch die Aufenthaltsqualität im Stadtraum. Wenn die Straßen ihre Funktion als multifunktionale Orte zurückgewinnen, sind sie mehr als Verbindungen von A nach B, sondern können auch wieder Orte sozialer Interaktion sein.

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Kommentare

  •  
    Super schrieb um 16:24 Uhr am 23.05.2022:
    Es müßten sich DIE GRÜNEN um die SCHLECHTEN STRASSEN und RADWEGE in und um POTSDAM KÜMMERN.
    MEIN VORSCHLAG sind TEMPO 10.
    •  
      Potsdamer schrieb um 15:02 Uhr am 23.05.2022:
      Viel sicherer und noch sinnloser ist gar kein Verkehr. Wenn jeder zuhause bleibt, braucht sich die grüne Politik gar kein Kopf mehr zu machen. Sie bietet den Ordnungsbehörden auch zusätzliche Beschäftigung und Bestrafung der überschreitenden Bürger. Und sagen dann, sie haben für die Senkung der Unfallzahlen gesorgt. Sie haben auch für weniger Verkehr gesorgt und für weniger Geld in den Taschen der Bürger, für teure Verbraucherpreise. Wir bedanken uns für Grüne Politik.