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Bürgerberatung und Buchvorstellung am 3.10. in der Lindenstraße

Events
  • Erstellt: 30.09.2022 / 13:57 Uhr von at/pm
Am 3. Oktober, zum Tag der Deutschen Einheit beteiligt sich die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) am Tag der offenen Tür in der Gedenkstätte Lindenstraße mit einer Bürgerberatung und der Vorstellung des Buches „Der überwachte Himmel“. Das Programm:

14-17 Uhr: Beratung für Betroffene und Angehörige politischer Verfolgung
Das Beratungsteam der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Beratung in der Gedenkstätte Lindenstraße ein. Das Angebot richtet sich an Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR politisch verfolgt wurden, die in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen untergebracht waren und/oder Einsicht in ihre Stasiakten beantragen möchten, sowie an deren Angehörige. Die Beratung wird kostenfrei angeboten.

In Einzelgesprächen können insbesondere folgende Themen besprochen werden:

Einsicht in die Stasi-Unterlagen
> Antragstellung (einschl. Decknamen-Entschlüsselung und Wiederholungsanträge)
> Erläuterung zur Anonymisierung (Schwärzung)
> Antragstellung als nahe Angehörige von Verstorbenen
> Anträge für Forschung und Medien

Voraussetzung für die Antragstellung ist ein gültiges Personaldokument zur Identitätsbestätigung.

Beratung zu SED-Unrecht
> Rehabilitierung von SED-Unrecht nach dem Strafrechtlichen, Verwaltungsrechtlichen und
Beruflichen Rehabilitierungsgesetz und sich daraus ergebende Leistungsansprüche
> Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden
> Vermittlung von psychosozialen Beratungs- und Hilfsangeboten

Für Betroffene, die in der DDR in Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen, Durchgangs- und Sonderheimen untergebracht waren sowie für Opfer von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes der DDR wurden ab dem 29.11.2019 die Rehabilitierungsmöglichkeiten deutlich verbessert.

17 Uhr: Buchvorstellung: Claus Gerhard „Der überwachte Himmel“ mit Prof. Dr. Wolfgang Benz (Historiker) und Dr. Nicole Warmbold (Metropol Verlag)
Wer in der DDR beruflich oder privat fliegen wollte, benötigte die Zustimmung des Ministeriums für Staatssicherheit. Um Fluchten mit Sport- oder Agrarflugzeugen zu verhindern, wurden die wenigen handverlesenen Piloten einschließlich ihrer Angehörigen regelmäßig auf politische Zuverlässigkeit überprüft. Alle Flugplätze und Luftfahrzeuge waren streng bewacht. Dennoch gelang es zwischen 1962 und 1989 48 Personen bei 25 Fluchtaktionen, die DDR auf dem Luftweg zu verlassen. Das Buch „Der überwachte Himmel“ ist 2020 in der Schriftenreihe der Aufarbeitungsbeauftragten erschienen.

Begrüßung: Maria Schultz, Gedenkstättenleiterin
Grußwort: Dr. Peter Ulrich Weiß, LAkD

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