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Weiter ungeschlagen und trotzdem nicht ganz zufrieden

Sport
  • Erstellt: 01.10.2022 / 21:17 Uhr von Nulldrei
Auch gegen Lichtenberg 47 wollten die Nulldreier den Babelsberger Park verteidigen und weiterhin ungeschlagen bleiben. Von dem eiskalten Start und die damit verbundene Führung ließen sich die Kiezkicker nicht beirren und kamen sechs Minuten später zum Ausgleich. Fortan ergab sich ein munteres und temporeiches Spiel, und so schien es absehbar, dass es nicht allzu lang bei diesem Zwischenergebnis bliebe. Nach 30 Minuten drehte Tahsin Cakmak die Partie zu Gunsten von Nulldrei. Lichtenberg trat in der zweiten Hälfte geschlossener auf und traf mit einem selbstbewussten Distanztreffer zum Ausgleich, der bis zum Ende bestand haben sollte.

Pünktlich vor dem Anpfiff hielt ein regnerisches Fußballwetter mit einer Babelsberger Briese Einzug im Karl-Liebknecht-Stadion. Bevor sich die Elf von Cheftrainer Markus Zschiesche akklimatisieren konnten, schalteten die Gäste aus Lichtenberg nach Babelsberger Angriff schneller um und kamen mit einer gut herausgespielten Seitenverlagerung und einem präzisen Querpass hinter die Abwehrkette, wo Efraim Koku Gakpeto einnetzen konnte (7.). Es brauchte jedoch nicht lang bis zur 13. Minute, in der sich Freistoßspezialist Tahsin Cakmak den Ball zurechtlegen durfte. Seine Flanke aus ruhender Position bereitete unseren Gästen durchaus Probleme, sie zu klären. Letztendlich landete der Ball auf den in der zweiten Reihe stehenden Janne Sietan, dessen Schuss flach ins rechte untere Eck traf. Nach dem Ausgleich gab es für die 1750 Fans wenig Torabschlüsse zu sehen, was aber nicht das Ergebnis fehlenden Tempos war, sondern eher neutralisierten sich die Spielweisen beider Mannschaften. Immer wieder trieb das Nulldreier Mittelfeld den Ball zügig nach vorn; der letzte Pass fehlte allerdings. Der Ausgleich sorgte für das nötige Selbstvertrauen, vermehrt spielerisch Chancen zu kreieren. Der Linksaußen Daoud Iraqi servierte so zum Beispiel eine Flanke auf den Fuß von Tahsin Cakmak, der nach seiner vorherigen Torbeteiligung am Eins-zu-Eins, sich nun ebenso in der 30. Minute in die heutige Torschützenliste eintragen durfte. Auch Lichtenberg setzte immer wieder Angriffsversuche an nutzte auch kleinste Stellungsfehler von Babelsberg für gefährliche Gelegenheiten. So setzte der Lichtenberger Führungstorschütze, Gakpeto, den Ball knapp am Gehäuse von Luis Klatte vorbei (36.). Kurz vor der Halbzeit hatte Steinborn noch einmal die Chance, die blauweißbunte Führung auszubauen (40.).
Wieder kamen die Berliner besser aus der Kabine, Janne Sietan konnte jedoch im Strafraum klären (50.). Kurze Zeit später klingelte es tatsächlich, aber zu Gunsten von Nulldrei wegen Abseits zurückgenommen (52.) In der 54. Minute hatte Steinborn eine weitere Tormöglichkeit, scheiterte jedoch am Lichtenberger Schlussmann. Auf der anderen Seite überwand Niklas Kaus mit einem sehenswerten Distanzschuss die Babelsberger Hintermannschaft zum derweilen 2:2-Ausgleich. Danach sah Lichtenberg-Coach Tik Murat ein vehementeres Aufspielen seines Teams. Die Kiezkicker kamen nur noch vereinzelt zu Gelegenheiten, da die Räume sich nicht mehr so boten, wie in der ersten Hälfte. In den Situationen, wo Platz vorhanden war, fehlte die Präzision im finalen Pass. Ein direkter Freistoß von Cakmak konnte pariert werden (71.). Beide Teams, das war zu spüren, wollten den Siegtreffer erzielen. Aus dem Spiel heraus ergab sich allerdings wenig. So versuchten es auch die Berliner mit Standards, von denen einer sogar aus 45 Metern beinahe gepasst hätte, wenn Luis Klatte nicht aufgepasst hätte (77.). Für den Schlussmarsch wechselte Cheftrainer Markus Zschiesche Rudolf Ndualu und Tom Nattermann ein, also frische Kräfte und neue Impulse.
Zweitgenannter setzte sich in seiner ersten Szene erfolgreich durch und kam in einer eigentlich guten Position zum links vorbeigehenden Schuss. Spätestens dann kochte die Stimmung, denn die Zuschauer:innen merken, dass hier noch etwas ginge. Die letzte Aufregung schwappte von den Tribünen auf den Rasen, als der ebenfalls eingewechselte Ndualu im Strafraum zu Fall kam, was aber nicht bewertet wurde, weil zuvor der Assistent die Fahne hob: Abseits.
Betrachtet man beide Hälften, so spiegelt das Ergebnis eine ausgeglichene Leistung wider. Am Ende des Tages dürfte die Mannschaft wohl am meisten mit den vergebenen Chancen hadern, die es für drei Punkte gebraucht hätte. Spielerisch zeigt das Team erkennbare Züge an Spielfreude und Kreativität. Nach nunmehr sieben Spieltagen hat der Ligabetrieb mittlerweile volle Fahrt aufgenommen und Babelsberg 03 steht weiterhin ungeschlagen mit 15 Zählern im oberen Tabellendrittel mit Anschluss zur Spitzengruppe. Am nächsten Sonntag geht es zum Aufsteiger nach Greifswald.

Aufstellung Nulldrei: Klatte, Wilton, Wegener, Iraqi (80. Ndualu), Schmidt (73. Gencel), Frahn (80. Nattermann), Danko, Rausch (64. Kastrati), Sietan, Steinborn, Cakmak

Schiedsrichter: Eugen Ostrin
Assistenten: Chris Rauschenberg, Florian Butterich

Zuschauer: 1.750

Bilder

Quelle SV Babelsberg 03
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