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Energiemangel: Schweiz plant Fahrverbote für Elektroautos und weitere Einschränkungen

Sonstiges
  • Erstellt: 30.11.2022 / 17:34 Uhr von at/pm
Die Schweiz bereitet sich auf einen möglichen Blackout im Winter vor. Für diesen Fall zieht die Regierung radikale Sparmaßnahmen in Erwägung, u.a. Fahrverbote für Elektroautos. Deren private Nutzung soll sich dann lediglich auf zwingend notwendige Fahrten beschränken, wie Wege zur Berufsausübung, Einkäufe, Arztbesuche und Gerichtstermine). Auch in Deutschland könnte es Beschränkungen geben, berichtet der Focus.

Die Schweiz, dank Wasserkraft mit einer der umweltfreundlichsten Stromversorgungen Europas ausgestattet, ist im Winter von französischer Atomenergie oder dem gelegentlichen Überschuss deutscher Windenergie abhängig. "2021 waren es 5,7 Milliarden Kilowattstunden, die vor allem aus Frankreich und Deutschland kamen“, berichtet das Tech-Portal „Golem“. Dieses Jahr wird dies kaum möglich sein, daher rechnet die Schweiz jetzt mit einem hohen Blackout-Risiko und hat den Entwurf „Verordnung über Beschränkungen und Verbote der Verwendung elektrischer Energie“ mit vier Eskalationsstufen bei Energiemangel vorgelegt. Neben Tempo 100 auf den Autobahnen "gibt es etwa Vorgaben, wonach die Waschmaschinen maximal auf 40 Grad Celsius laufen darf. Kühlschränke dürfen nicht unter 6 Grad gekühlt werden. Alles, was nur dem Komfort dient - etwa Saunen und Dampfbäder - darf man dann auch im eigenen Heim nur eingeschränkt nutzen.", heißt es im Focus. Und eben die Fahrverbote für Elektroautos. Die würden etwa 100.000 Schweizer treffen.

Laut der Schweizer Auto-Importeursvereinigung „Auto Schweiz“ habe der Strombedarf der E-Autos in der Schweiz 2021 gerade einmal 0,4 Prozent am Gesamtbedarf betragen. Daher werde man auch bei dem für Dezember angekündigten Abstimmungsverfahren zu den geplante Bestimmungen gegen jedes Elektro-Fahrverbot ankämpfen.

Auch in Deutschland drohen womöglich Lade-Beschränkungen. Focus: "Denn wenn der Lastausbau schneller geschieht als der Netzausbau, dann muss „netzdienlich geladen werden“. Mit anderen Worten: Geladen wird nicht unbedingt dann, wenn der Fahrerin oder der Fahrer es brauchen, sondern wenn gerade genügend Strom verfügbar ist.
Batterieautos laden meistens zuhause in der Garage. Sie ziehen dabei an speziellen Wallboxen mit 3.4, 7.4, 11 oder maximal 22 Kilowatt Ladeleistung erheblich mehr Strom als ein Haushaltsgerät. Der begrenzende Faktor ist dabei nicht nur das Hausnetz, sondern auch das integrierte Ladegerät des Autos; oft kann die verfügbare Ladeleistung der Box gar nicht ausgenutzt werden."

Mehr auf Focus: [Wird Elektroautos bald der Saft abgedreht?]

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