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Pokalfight im blu: Wasserball-Spitzenspiel im Achtelfinale am Samstag gegen die White Sharks Hannover

Sport
  • Erstellt: 09.02.2024 / 17:01 Uhr von André Laube
Die lange Zeit des Wartens ist für die Fans der Potsdam Orcas vorbei. Das letzte Pflichtspiel bestritten die Bundesliga-Wasserballer am 25. November. Elf Wochen sind seitdem ohne Match ins Land gegangen, geschuldet den Europameisterschaften in Kroatien und der langen Vorbereitung darauf. Mit einem absoluten Kracher geht es nun weiter. Am Samstag, 10. Februar, 18 Uhr, empfängt die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir die White Sharks Hannover im Sport- und Freizeitbad blu zum Achtelfinale des Deutschen Pokals.

„Das Team hat das in der langen Zeit ohne Wettkampf toll gemacht und sehr professionell trainiert“, sagt André Laube, sportlicher Leiter der Wasserballer im OSC Potsdam. „Für Ballsportler sind solch lange Phasen nicht leicht.“
Zumal immer wieder Spieler wegen Verpflichtungen mit der Nationalmannschaft fehlten. Kapitän Ferdinand Korbel, Mark Dyck und Finn Taubert absolvierten die komplette EM-Vorbereitung und das Championat (zwölfter Platz) selbst. Etliche U19-Nationalspieler waren bei Lehrgängen im Ausland. Im Januar stand für die Jungs noch eine komplexe Leistungsdiagnostik in Hannover an.
„Wir konnten tatsächlich als Mannschaft nicht so oft zusammen trainieren“, schildert auch Centerverteidiger Lu Meo Ulrich. Daher war der 23-Jährige auch dankbar, dass der Verein noch ein Kurz-Trainingslager im ungarischen Eger organisierte. „Das war echt gut und hat uns sehr geholfen, im Zusammenspiel wieder zu uns zu finden. Wir hoffen sehr, dass sich das gegen die Sharks direkt auszahlt.“
Von Sonntag bis Donnerstag gastierten die Orca-Männer – unterstützt mit Projektmitteln des Brandenburger Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport – in der für ihre vielen Thermalquellen bekannten nordungarischen Stadt. Das frühere Champions League Team Tigra ZF Eger erlebt gerade einen personellen Umbruch und liegt auf dem elften Rang der ungarischen Liga, eine der stärksten der Welt. „Wir haben jeden Tag gespielt und waren auf Augenhöhe. Das war perfekt für uns“, so Ulrich.
Unabhängig vom Ergebnis im Pokal wollen die Tchigir-Mannen schnell wieder in den „Flow“ finden, in dem sie vor der Pause waren. Mit dem vierten Platz in der Bundesliga und vier Siegen aus sieben Spielen lief die Hinrunde besser als selbst erwartet. „Wir sind sehr glücklich mit den Resultaten“, sagt Laube.
Insbesondere die beiden Auswärtserfolge mit einem Tor gegen den SV Ludwigsburg (13:12) und die White Sharks Hannover (9:8) zeigten die Entwicklung des jungen Teams laut Laube auf. „Da ist richtig was zusammengewachsen und kämpft bis zur letzten Sekunde füreinander.“
Das Programm der nächsten Wochen hat es in sich. Dem Pokal-Viertelfinale folgen zwei Heimspiele gegen die in der Tabelle besser platzierten Teams des ASC Duisburg als Dritten (17.2.) und Wasserfreunde Spandau 04 als Zweiten (24.2.). Danach geht es am 2. März zum Schlusslicht SV Krefeld 72.
„Wir trauen unseren Jungs ganz viel zu, machen aber überhaupt keinen Druck“, sagt Dr. Lars Götz, Abteilungsleiter der OSC-Wasserballer. „Mit den Fans im Rücken soll die Mannschaft jetzt in drei Heimspielen in Folge unbeschwert und mit viel Freude spielen.“

Bilder

Centerverteidiger Lu Meo Ulrich bereitete sich mit seinen Potsdam Orcas im ungarischen Eger auf das Pokal-Achtelfinale und die Bundesliga-Rückrunde vor. Foto: S. Seifert
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