Logo

Drei starke Viertel reichen gegen White Sharks: Potsdam Orcas führen 1:0 im Viertelfinale und wollen nun im blu nachlegen

Sport
  • Erstellt: 23.04.2024 / 09:01 Uhr von André Laube
Die Bundesliga-Wasserballer der Potsdam Orcas haben sich zwei Matchbälle auf die Teilnahme im Halbfinale der Saison 2023/24 erarbeitet. Im ersten Spiel der „Best-of-three“-Viertelfinalserie gegen die White Sharks Hannover haben die Jungs von Trainer Alexander Tchigir 15:12 (5:2, 4:2, 4:2, 1:6) im Sportleistungszentrum der Leinestadt gewonnen. Nun folgen jeweils im Potsdamer Sport- und Freizeitbad blu die Partien zwei (Samstag, 18 Uhr) und – wenn nötig – drei (Sonntag, 10 Uhr) gegen die White Sharks.

„Die ersten drei Viertel haben wir mit richtig Emotion, Kampfgeist und Willen gespielt“, war Kapitän Ferdinand Korbel noch einen Tag später regelrecht euphorisiert. „Hinten haben wir super verteidigt und waren vorn hoch effizient.“ Die Leistung des letzten Viertels sei für ihn allerdings nicht erklärbar und dürfe so nicht noch einmal passieren: „Wenn wir nicht schon mit acht Toren geführt hätten, wäre uns das Match noch entglitten. So haben wir es zumindest über die Zeit gerettet.“ Endlich hatte auch der Nationalspieler nach langer Verletzungspause wieder Gelegenheit, selbst einzugreifen. Beim Stand von 7:3 kam der am linken Daumen lädierte 28-Jährige kurz im zweiten Viertel zum Einsatz und erzielte per Rückhand im dritten Durchgang mit dem wohl spektakulärsten Treffer der Partie das 12:5.

Die gastgebenden Hannoveraner, die noch in der Vorwoche 9:8 im Hauptrundenspiel in Potsdam siegten, führten lediglich einmal beim 1:0. Danach dominierte Potsdam das Geschehen vollkommen. Per Strafwurf erzielte Till Hofmann den Ausgleich, wenig später nach Zeitstrafe gegen Hannover die 2:1-Führung. Lu Meo Ulrich und Matija Zezelj markierten die Treffer zum 4:1, Finn Taubert sorgte noch im ersten Viertel für das 5:2.

Arne Hofmann und Konstantin Hüppe erhöhten im zweiten Durchgang auf 7:2. Nach Toren der Brüder Till und Arne Hofmann wurden mit 9:4 die Seiten gewechselt. Die Konzentration der Orcas riss nicht ab. Der starke Hüppe erkämpfte auf der Centerposition einen Strafwurf, den er selbst zum 10:4 verwandelte. Fynn Klaffke (2), Korbel und Zezelj vollstreckten zum 14:6 vor dem Schlussviertel. Dort glaubten sich die Potsdamer ihres Sieges wohl zu sicher. Lediglich Zezelj erzielte noch einen Treffer zum 15:7, der zum „Spieler des Tages“ gekürte Potsdamer Keeper Antonio Vukujevic musste aber noch sechsmal hinter sich greifen.

„Wir führen 1:0 in der Serie, aber der Weg ist noch sehr lang“, warnt Coach Tchigir. „Wir haben drei Viertel super gespielt und unser Konzept perfekt umgesetzt. Mich ärgert der letzte Abschnitt aber sehr. Solche Aussetzer aller Mannschaftsteile müssen unterbleiben.“ Mit den heimischen Fans im Rücken hoffe der Trainer nun auf das „perfekte“ Spiel am Sonnabend und den Einzug ins Halbfinale. „Sonntag will keiner der Jungs mehr Wasserball spielen.“

Tickets gibt es unter [potsdam-orcas.de/tickets] wie gehabt im Vorverkauf. Das sich anschließende Zweitliga-Havelderby gegen den ASC Brandenburg (19.45 Uhr) ist für Zuschauer des Erstliga-Matches frei.

Potsdam: Torhüter Antonio Vukojevic/Joel Limprecht, Konstantin Hüppe (2), Finn Taubert (1), Matija Zezlj (3), Arne Hofmann (2), Tyler Kugler, Fynn Klaffke (2), Matti Arnold, Ferdinand Korbel (1), Till Hofmann (3), Florian Burger, Lu Meo Ulrich (1)

Bilder

Starker Rückhalt einer extrem engagierten Defensive: In den ersten drei Vierteln kassierte Potsdams Torwart Antonio Vukujevic nur sechs Tore. Foto: S.Seifert
Dieser Artikel wurde bereits 710 mal aufgerufen.

Werbung